Apple hat mich ziemlich hart dazu getrieben, nach digitaler Freiheit zu streben, vor über 20 Jahren.

Ich lebte damals in México und war sehr froh, so viele meiner Lieblingslieder direkt bei Apple kaufen zu können. Das war viel bequemer als in den Läden nach den CDs zu stöbern. Ein Klick und die Lieder waren “meins” … dachte ich zumindest.

Bald darauf kam jedoch die Enttäuschung.
Im wahrsten Sinne des Wortes: ich wurde frei von Täuschung.

Die Lieder gehörten gar nicht mir, obwohl ich dafür bezahlt hatte. Die konnte ich nur mit Apple Geräten abspielen. Meine Lieder waren nichts anderes als Ketten.
So fühlte sich es an. Gebunden an Apple für alle Ewigkeit.

Das fand ich gar nicht “normal”.
Wie kann das sein?

Normal kam mir sowieso schon seit 1995 nicht vor, dass über 95% der PCs in der Welt von einem einzigen Softwarehersteller abhingen: Micro$oft.

Wie sollte die Zivilisation ohne PCs überleben?
Wie kann es sein, dass die Zivilisation von Micro$oft abhängt?
Software und Betriebsysteme sollten frei wie die Mathematik, Physik oder Biologie sein, dachte ich.

Mit Apple iTunes kam der Bruch: nie wieder monopolabhängig sein. Weder von Apple, Micro$oft noch sonst irgendein Monopol.
Nicht mit mir!

Linux hatte ich bereits 1996 zu schätzen gelernt. Aber nach meiner Apple-Erfahrung ging die Reise in die digitale Freiheit erst richtig los.

Seit über 20 Jahren bewege ich mich ausschließlich in einer Apple- und Microsoft-freien Umgebung. Seit 2025 bin ich sogar stolzer Besitzer eines Fairphones mit Murena /e/os, ganz Google frei.

Ist der Weg einfach?
Nein!
Aber er wird von Jahr zu Jahr leichter.

Lohnt es sich?
Wenn du Wert auf Freiheit und Privatsphäre legst, dann auf jeden Fall!